Stärkung unserer demokratischen Schulkultur und Beratung bei Verdacht auf Radikalisierung durch die Clearing-Beauftragten 



Unsere Schule hat kein Problem mit vermehrten Fällen von Radikalisierung. Dennoch haben wir uns mit einem deutschlandweit anerkannten Qualifizierungsprogramm auf den Weg gemacht, unsere demokratische Schulkultur zu stärken und schulische Radikalisierungsprävention zu professionalisieren. Denn dieser Bildungsauftrag steht im engen Zusammenhang mit unserem Verständnis von Bildung und Erziehung. Schule ist aufgefordert, die Würde des Menschen zu achten, Demokratie und Freiheit zu stärken, Toleranz zu fördern und zu einem friedlichen und diskriminierungsfreien Zusammenleben beizutragen.

Die Clearing-Beauftragten an unserem Berufskolleg



Beatrice Sohl

Clearing-Beauftragte

Master of Arts, Soziale Arbeit

Personzentrierte Beraterin

GwG-Gesellschaft für Personzentrierte
Psychotherapie und Beratung

Carsten Brinkmann

Clearing-Beauftragter

Lehrer für Wirtschaft und Politik

Europabüro

Integrationsbeauftragter

Raum 320

Telefon:
02921 3664-23

Mobil:
0151 4243 3021

E-Mail:

CBrinkmann@Hubertus-Schwartz-Soest.de

E-Mail:

bsohl@Hubertus-Schwartz-Soest.de

 

Anonyme telefonische Beratung:

Montag von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr

 

Unsere Schule hat kein Problem mit vermehrten Fällen von Radikalisierung. Dennoch haben wir uns mit einem deutschlandweit anerkannten Qualifizierungsprogramm auf den Weg gemacht, unsere demokratische Schulkultur zu stärken und schulische Radikalisierungsprävention zu professionalisieren. Denn dieser Bildungsauftrag steht im engen Zusammenhang mit unserem Verständnis von Bildung und Erziehung. Schule ist aufgefordert, die Würde des Menschen zu achten, Demokratie und Freiheit zu stärken, Toleranz zu fördern und zu einem friedlichen und diskriminierungsfreien Zusammenleben beizutragen.

Als Clearing-Beauftragte verfolgen wir das Ziel, systematisch und handlungsfähig mit Hinweisen auf Radikalisierungsverdacht unter SchülerInnen umgehen zu können und ein gemeinsames Demokratieverständnis in der Schule zu leben. Auf Grundlage unserer Qualifizierung durch die Teilnahme am Projekt Clear Vision (gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung) arbeiten wir nicht nur defizit- und problemorientiert, also nicht nur mit dem Blick auf Risiken, Grenzüberschreitungen oder problematische Entwicklungen. Ebenso wichtig ist für uns, was Schule aktiv stärken und ermöglichen soll. Wir setzen auf Beziehung, Anerkennung, Teilhabe und Ressourcenorientierung.

Wir sind durch die Schulung in der Anwendung des Clearing-Verfahrens handlungsfähig bei auftauchenden Indikatoren, die Radikalisierung anzeigen. In der Sekundärprävention versuchen wir konkrete Hinweise auf autoritäre, menschenabwertende, pluralitätsfeindliche oder gewaltlegitimierende Entwicklungen einzuordnen, anzusprechen, zu dokumentieren und Zuständigkeiten zu erarbeiten. Das Clearing-Verfahren ist ein siebenstufiges, strukturiertes Verfahren, in dem die Clearingbeauftragten, Klassenleitung, Schulsozialarbeit und gegebenenfalls weitere AkteurInnen zusammenarbeiten, um handlungsfähig bei Hinweisen auf potenzielle Radikalisierung unter SchülerInnen zu sein. 

Die Intention in der Arbeit mit diesem Verfahren liegt darin, dass eine Struktur mit klaren Abläufen und Zuständigkeiten verfügbar ist und dass wir auf dieses Verfahren zurückgreifen können, wenn es stichhaltige Hinweise auf Radikalisierung unter SchülerInnen gibt. Das Clearing-Verfahren unterliegt hierbei sieben Handlungsschritten, die von den Clearing-Beauftragten begleitet und gesteuert werden.

1. Vorrecherche

2. Einberufung eines Clearing-Teams

3. Vertiefte Recherche

4. Beschluss von Maßnahmen durch das Clearing-Team

5. Durchführung der Maßnahmen

6. Evaluation der Maßnahmen 

7. Weiterführen der Maßnahmen

 

Durch die Ressourcen, die in dem Clearingverfahren zusammengeführt werden, entstehen so neue Helfernetzwerke, die eine umfassende und nachhaltige pädagogische Intervention ermöglichen.