Betriebe können Ihre Auszubildenden weiterhin über www. schulbewerbung.de anmelden .
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Unsere Schule hat kein Problem mit vermehrten Fällen von Radikalisierung. Dennoch haben wir uns mit einem deutschlandweit anerkannten Qualifizierungsprogramm auf den Weg gemacht, unsere demokratische Schulkultur zu stärken und schulische Radikalisierungsprävention zu professionalisieren. Denn dieser Bildungsauftrag steht im engen Zusammenhang mit unserem Verständnis von Bildung und Erziehung. Schule ist aufgefordert, die Würde des Menschen zu achten, Demokratie und Freiheit zu stärken, Toleranz zu fördern und zu einem friedlichen und diskriminierungsfreien Zusammenleben beizutragen.
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Beatrice Sohl Clearing-Beauftragte Master of Arts, Soziale Arbeit Personzentrierte Beraterin
GwG-Gesellschaft für Personzentrierte |
Carsten Brinkmann Clearing-Beauftragter Lehrer für Wirtschaft und Politik Europabüro Integrationsbeauftragter |
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Raum 320
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Anonyme telefonische Beratung: Montag von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr |
Unsere Schule hat kein Problem mit vermehrten Fällen von Radikalisierung. Dennoch haben wir uns mit einem deutschlandweit anerkannten Qualifizierungsprogramm auf den Weg gemacht, unsere demokratische Schulkultur zu stärken und schulische Radikalisierungsprävention zu professionalisieren. Denn dieser Bildungsauftrag steht im engen Zusammenhang mit unserem Verständnis von Bildung und Erziehung. Schule ist aufgefordert, die Würde des Menschen zu achten, Demokratie und Freiheit zu stärken, Toleranz zu fördern und zu einem friedlichen und diskriminierungsfreien Zusammenleben beizutragen.
Als Clearing-Beauftragte verfolgen wir das Ziel, systematisch und handlungsfähig mit Hinweisen auf Radikalisierungsverdacht unter SchülerInnen umgehen zu können und ein gemeinsames Demokratieverständnis in der Schule zu leben. Auf Grundlage unserer Qualifizierung durch die Teilnahme am Projekt Clear Vision (gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung) arbeiten wir nicht nur defizit- und problemorientiert, also nicht nur mit dem Blick auf Risiken, Grenzüberschreitungen oder problematische Entwicklungen. Ebenso wichtig ist für uns, was Schule aktiv stärken und ermöglichen soll. Wir setzen auf Beziehung, Anerkennung, Teilhabe und Ressourcenorientierung.
Wir sind durch die Schulung in der Anwendung des Clearing-Verfahrens handlungsfähig bei auftauchenden Indikatoren, die Radikalisierung anzeigen. In der Sekundärprävention versuchen wir konkrete Hinweise auf autoritäre, menschenabwertende, pluralitätsfeindliche oder gewaltlegitimierende Entwicklungen einzuordnen, anzusprechen, zu dokumentieren und Zuständigkeiten zu erarbeiten. Das Clearing-Verfahren ist ein siebenstufiges, strukturiertes Verfahren, in dem die Clearingbeauftragten, Klassenleitung, Schulsozialarbeit und gegebenenfalls weitere AkteurInnen zusammenarbeiten, um handlungsfähig bei Hinweisen auf potenzielle Radikalisierung unter SchülerInnen zu sein.
Die Intention in der Arbeit mit diesem Verfahren liegt darin, dass eine Struktur mit klaren Abläufen und Zuständigkeiten verfügbar ist und dass wir auf dieses Verfahren zurückgreifen können, wenn es stichhaltige Hinweise auf Radikalisierung unter SchülerInnen gibt. Das Clearing-Verfahren unterliegt hierbei sieben Handlungsschritten, die von den Clearing-Beauftragten begleitet und gesteuert werden.
1. Vorrecherche
2. Einberufung eines Clearing-Teams
3. Vertiefte Recherche
4. Beschluss von Maßnahmen durch das Clearing-Team
5. Durchführung der Maßnahmen
6. Evaluation der Maßnahmen
7. Weiterführen der Maßnahmen
Durch die Ressourcen, die in dem Clearingverfahren zusammengeführt werden, entstehen so neue Helfernetzwerke, die eine umfassende und nachhaltige pädagogische Intervention ermöglichen.